So erlebten die Damen ihren ersten Sieg

Tobias AlbrechtDamen

Es ist Samstag am späten Nachmittag. Die Zuschauerränge sind spärlich besetzt (noch). Unten versammeln sich schon die ersten Damen des HC Lauchringen, aber auch die Gegnerinnen vom TV Überlingen mustern die Halle.
Noch ist es ruhig, es wird über die vergangene Woche gesprochen. Mittlerweile sind fast alle Spielerinnen eingetroffen und es wird sich bei der Außenlinie am Tor versammelt.
Im Gleichschritt wird das Aufwärmen begonnen. Erst ein leichtes Joggen, mal werden abwechselnd die Beine angezogen, mal die Arme geschwungen. Nach Dehnen und paarweisem Einwerfen wird die Torhüterin eingeworfen.
Die Motivation ist hoch, der Siegeswille war noch nie so stark. Kurz vor dem Einlaufen werden die wichtigsten Spielzüge besprochen und dann geht’s auch schon auf’s Feld.
Die Gegnerinnen sind weniger, gerade einmal 10 Spielerinnen. Wir dafür sind mit 14 Personen stärker vertreten.
Mittlerweile hat sich die Halle gut mit Zuschauern gefüllt, es herrscht eine angespannte, aber motivierte Stimmung. Das Anspiel haben wir Lauchringer Damen. Der Ball wandert hin und her, die gegnerische Abwehr redet viel, versucht die Kreisläuferin in Schach zu halten.
Erster Wurf, leider nicht getroffen.
Schnell geht es zurück, jedoch kann unsere Tothüterin den Ball nicht halten und es steht 0:1.
Na gut, fängt ja nicht so toll an, aber das Spiel hat ja erst begonnen. Da kommen noch weitere 56 Minuten dazu.

Nach ca. 12 Minuten stand es 0:3 für die Gegnerinnen. Es war leicht frustrierend, aber von Aufgeben war noch nicht die Rede.
Dann, endlich der Befreiungsschlag, Tor Nummer eins fiel! Jetzt war die Motivation wieder zu 100% vorhanden. Nächster Gegenangriff und der Ball ist gehalten. Schnell den Ball aus dem Aus geholt und weiter geht’s. Das nächste Tor für uns und gleich darauf wieder eins. Unentschieden!
Jetzt gibt es kein Halten für uns, die Zuschauer feuern uns an. Nummer vier und fünf folgten prompt. Die Damen des TV Überlingen geben nicht auf, es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur Halbzeit, doch wir führen mit einem Tor.

In der Pause gibt es lobende und stärkende Worte unseres Trainers. Schweißperlen tropfen von der Stirn, es wird getrunken und nach Luft geschnappt. Jetzt sind wir richtig heiß auf den Sieg!

Die ersten zehn Minuten, wir sind noch nicht richtig im Spiel drin. Die Gegnerinnen haben unsere Schwachstelle entdeckt und sind sogar in der 44. Minute in Führung gegangen. Frust macht sich breit, aber Aufgeben kommt nicht in den Sinn.
Die Zuschauer feuern uns an, das bringt uns zurück ins Spiel. Wir kämpfen, beißen die Zähne zusammen und werden mit dem Führungstreffer belohnt. Es sind die längsten fünf Minuten in dem Spiel. Die Abwehr ist Bombe, jeder noch so kleine Fehler der gegnerischen Mannschaft wird ausgenutzt.
Die letzte Minute bricht an, jeder weiß, der Sieg gehört uns. Jetzt gilt; bloß kein Gegentor kassieren. Und es klappte!

Der Schlusspfiff erklingt, von einem Halten war nicht die Rede. Es wird gelacht, gejubelt, die Fans sind begeistert.
Wir fallen uns überglücklich in die Arme.

Die Gegnerinnen verabschieden sich und der Schiedsrichter hatte eine super Partie gepfiffen.

Bericht: Lisa